Works 2011

Was ist “The Work”?

„Nichts, was Du glaubst, ist wahr. Das zu wissen, bedeutet Freiheit.“ Byron Katie

Forscher haben herausgefunden, dass jeder Mensch etwa 60.000-80.000 Gedanken pro Tag denkt. Solange gute und positive Gedanken durch unsere Gehirne schwirren, ist das wunderbar: „Das Leben ist schön.“, „Mein Job macht mir Spaß.“, „Ich habe den besten Partner der Welt.“ Diese Gedanken bereichern, befruchten und geben uns ein gutes Gefühl. Davon kann man nicht genug haben.

Aber was ist mit Gedanken, wie z.B. „Ich schaffe das nicht.“ „Ich bin einsam.“, „Ich bin wertlos.“, „Mein Partner respektiert mich nicht.“? Diese und andere Sätze begleiten uns häufig durch die Tage, lösen negative Emotionen aus und schwächen unsere Lebensfreude und –kraft.

Oft versuchen wir, die plagenden Gedanken zu verdrängen, zu ignorieren oder uns mit falsch verstandener Meditation im Nicht-Denken zu disziplinieren. Wir greifen zu Medikamenten, um nicht mehr denken zu müssen, werden depressiv oder laden unsere negativen Emotionen im Außen, bei anderen Menschen, im schlechtesten Fall bei unseren Kindern ab.

Mit The Work of Byron Katie lernen Sie einen einfachen und effektiven Prozess kennen, einschränkenden Glaubenssätzen und Gedanken, die negative Gefühle auslösen, auf die Spur zu kommen und sie zu hinterfragen. The Work verfolgt dabei nicht das Ziel, die Gedanken zu verändern oder aufzugeben, sondern ihnen mit Verständnis und Wohlwollen zu begegnen. Mithilfe von vier einfachen Fragen und Umkehrungen laden wir unseren Verstand ein, sich auszudehnen und zu weiten. Dadurch werden ungeahnte Perspektivwechsel und Neubewertungen der ursprünglich als belastend empfundenen Gedanken möglich. Anstelle von Ärger und Leid tritt Entspannung, Klarheit und Freude am Leben.

Jedes Mal, wenn Sie mit der Realität hadern, beginnen Sie einen inneren Krieg mit sich selbst. Die Begründerin der Methode, Byron Katie, gibt dazu folgenden Rat: „Jeder Krieg gehört aufs Papier.“ Konkret bedeutet das: Schreiben Sie Ihre Gedanken zu einer Person auf (Arbeitsblatt „Urteile über Deinen Nächsten“), über die Sie sich geärgert haben, die Sie traurig gemacht hat, oder die sie wütend macht. Seien Sie dabei nicht weise, zensieren Sie sich nicht, und seien Sie so ehrlich wie möglich. An dieser Stelle dürfen Sie Ihrer Verärgerung deutlichen Ausdruck verleihen. Stellen Sie sich dann die vier Fragen, und kehren Sie den Ursprungs-Gedanken um.
Nehmen Sie sich Zeit für die Beantwortung der Fragen. Werden Sie still, und lassen Sie die Antworten aus Ihrem Inneren auftauchen. Wundern Sie sich nicht, wenn die Antworten für Ihren Verstand nicht logisch erscheinen.

Die vier Fragen von The Work lauten:

1. Ist es wahr?
2. Können Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
3. Was passiert, wie reagieren Sie, wenn Sie den Gedanken glauben?
4. Wer (oder was) wären Sie ohne den Gedanken?

Umkehrungen

An dieser Stelle geht es darum, verschiedene Umkehrungen der ursprünglichen Aussage zu finden. So kann z.B. der Satz „Meine Tochter hört mir nicht zu.“ In

1. Meine Tochter hört mir zu.
2. Ich höre mir nicht zu.
3. Ich höre meiner Tochter nicht zu.

umgekehrt werden.
Durch die Suche nach wahren Beispielen aus dem eigenen Leben darf der Verstand nun die Idee bekommen, dass die Umkehrsätze ebenfalls wahr oder sogar wahrer als der ursprüngliche Satz sein können, obwohl sie anfangs häufig jeglicher Logik zu entbehren scheinen.